„Netzwerk bedeutet, Verbündete zu haben“

All das, was wir im Leben tun, tun wir, damit es uns gutgeht. Art und Pflege der individuellen Beziehungen sind dabei besonders entscheidend. Hierbei geht es nicht ausschließlich um Beziehungen romantischer oder intimer Natur. Vielmehr spielen private wie geschäftliche „Partnerschaften“ eine gleichberechtigte Rolle. Es gilt: Wir werden umso stärker sein, je stärker wir in unseren Beziehungen sind. Ein Netzwerk zu haben bedeutet, Verbündete zu haben. Sie sind stetige Begleiter, sichtbar wie unsichtbar, und können bewirken, dass gewisse Entscheidungen leichterfallen. Denn ist diese Verbindung erst einmal geschaffen, so ergibt sich die zentrale Chance, auf das Wissen und die Fähigkeiten anderer zuzugreifen. Wie bereits angedeutet, sollte nicht der Anspruch sein, dass jene Verbündete stets verfügbar, abrufbar und „up to date“ sind. Es geht vielmehr darum, ihre Unterstützung und die Verbundenheit zu verinnerlichen und wertzuschätzen. Dieses Bewusstsein schafft innere Sicherheit und wirkt sich maßgeblich auf Entscheidungsfindung und Erfolg aus.

Ganz grundsätzlich betrachtet sind wir alle Teil von Netzwerken, ob gewollt oder nicht. Die meisten fallen wohl erst auf den zweiten Blick auf. Welchen Netzwerken gehören Sie an? Verschiedene Freundeskreise, der Abijahrgang oder die Mittwochs-Lauftruppe – all das sind Netzwerke. Und jedes von ihnen fügt sich aus Kontakten und Ansprechpartnern zusammen, die an irgendeinem Punkt im Leben essentiell sein könnten. Die ganze Welt besteht aus Netzwerken, wir müssen sie bloß verstehen und bedienen lernen.

Mit Strategie zum erfolgreichen Netzwerk

Wie steht es nun um erfolgreiches Netzwerken im professionellen Umfeld? Es liegt auf der Hand, mit einmaligem Nummerntausch und einer Verlinkung auf Facebook ist es nicht getan. Zunächst sollte begriffen werden, dass alles Geschehen in einem Netzwerk auf Vertrauen basiert. Insbesondere, wenn es um Empfehlungen und den Rat nahestehender Personen geht. Jenes Vertrauen kann konkret durch Kommunikation und ein reflektiertes Auftreten hergestellt werden. Außerdem wird in zehn Faktoren differenziert, die über den Erfolg in einem Netzwerk entscheiden:
(1) Nicht zögern, um Rat zu fragen. In den seltensten Fällen bleibt den Fragenden die Expertenmeinung verwehrt. Vorausgesetzt, das Anliegen kann differenziert und konkret formuliert werden. (2) Erweist sich die Hilfestellung als effektiv, sollte dies in Form eines Feedbacks rückgemeldet werden. Ein Signal, das nachhaltig Vertrauen schafft. (3) Die Selbstverständlichkeit guten Benehmens sowie höflichen und zuvorkommenden Auftretens sollte berücksichtigt und an den individuellen und gesellschaftlichen Maßstäben orientiert sein. Verbündete um Unterstützung zu (4) bitten impliziert im nächsten Schritt, sich (5) dankbar zu zeigen, für die Zeit und die Wegbegleitung zum Ziel. (6) Extravaganz (frz. etwas Ausgefallenes, Übertriebenes) kann ein Alleinstellungsmerkmal herausstellen, sei es das Verhalten in der Öffentlichkeit, ein Charakterzug oder die individuelle Haltung. Ein kontroverser Faktor, denn hier stellt sich die Frage, welches Maß an Extravaganz ist authentisch? Klar ist aber auch, der berühmten „grauen Maus“ wird weniger geholfen als derjenigen, die etwas darstellt. (7) Die Fähigkeit, Position zu beziehen und klare Botschaften zu senden, gibt Aufschluss über die persönlichen Stärken und Schwerpunktthemen. So wissen Netzwerkmitglieder, wo die Expertise liegt und was sie erwartet. (8) Geduld und Hartnäckigkeit sind ständige Begleiterinnen in Netzwerken. Schließlich braucht es Zeit zu reifen und erste Erfolge stellen sich häufig erst nach wenigen Jahren ein. (9) Der Faktor Geselligkeit beschreibt die Fähigkeit, sich in einer vertrauten (oder weniger vertrauten) Umgebung souverän bewegen und Stärken zeigen zu können. Es ist nicht notwendig, „Menschenfänger“ zu sein, allein respektvoller, reflektierter Umgang wirkt sich positiv auf zwischenmenschliche Beziehungen aus. (10) Zudem bringen regelmäßige Geschäftsessen einander näher. Hier ist die Vertrauensbasis eine andere und es bleibt Platz für Themen, die sonst keinen haben.

Warum netzwerken?

 

Besonders zwei intrinsische Motivationen sollen hier genannt sein, um die Bildung von Netzwerken zu begründen: (1) Es ist einerseits der Impuls, Menschen mit gleichen Interessen und Denkweisen zusammenzubringen. So können Themen ausgearbeitet werden, die der Gesellschaft zugutekommen („think tanks“). (2) Andererseits profitiert das Individuum maßgeblich von den Stärken der Verbündeten und stärkt sich damit selbst. Netzwerkorientierung ist zudem Bestandteil der acht Resilienzfaktoren, also ein sinnvolles Mittel zur Selbstverwirklichung und nachhaltigen Zielerreichung.

Netzwerken heißt vor allen Dingen, sich aufmerksam zu zeigen. Je nach Anlass bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten der individuellen Kontaktaufnahme. Die Betonung liegt hier auf „individuell“, denn der standardisierte Weihnachtsgruß ist so schnell vergessen, wie er abgeschickt worden ist. Eine individualisierte Karte zum Geburtstag kann bereits den Unterschied machen. In Zeiten elektronischer Nachrichtenüberflutung ist die analoge Alternative ein besonderes Zeichen der Wertschätzung und Zuwendung. Nehmen Sie sich regelmäßig einen Moment, um sich den Menschen zu widmen, die Ihnen wichtig sind.

Dieses Thema weckt Impulse in Ihnen, die Sie mit mir teilen möchten? Ich freue mich auf den Austausch hierzu und lade Sie zu einem neuen Format ein: Wir trinken gemeinsam eine Tasse Tee – digital oder reell, allein oder mit ihren Kolleginnen und Kollegen – und unterhalten uns darüber. Sind Sie dabei? Dann vereinbaren wir hier unseren Termin.

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