„Aufmerksamkeit ist die neue Währung“

Ihre Aussage „Das Internet ist für alle Neuland“ wird 2013 von der breiten Masse medial zerrissen und Angela Merkel wird lächerlich gemacht. Acht Jahre später ist festzustellen, dass ihre Beobachtung der Realität entspricht; Niemand weiß wirklich mit dem ‚Medium Internet‘ umzugehen. Denn dahinter stecken komplexe, ungreifbare Technologien, die ein Laie nicht im Stande ist zu durchdringen. Die Mediengesellschaft hat sich grundlegend verändert und steht am Beginn einer neuen Epoche. Der digitale Wandel erwirkt einen Umbruch, wie es ihn wohl seit der Entwickliung des Buchdrucks nicht gegeben hat. Rezipienten können plötzlich in Echtzeit und mit einem unübersichtlich großen Personenkreis kommunizieren und diskutieren. Außerdem haben sie die Möglichkeit, gleichzeitig Konsument und Produzent zu sein, um in kürzester Zeit eine bedeutende Reichweite herzustellen.

Regelmäßige Mediennutzung und eine Vielzahl selbstgenerierter Inhalte bedeutet zugleich, einer wohl noch größeren Menge ‚fremdgenerierter‘ Inhalte und damit einem regelrechten Informationsüberfluss gegenüberzustehen.  Ob analog auf Plakatwänden oder digital über jegliche Mobilgeräte – Eine unübersichtliche Botschaften-Masse begleitet den Alltag. Genau hier greift der Faktor A wie Aufmerksamkeit. Sie allein entscheidet, welche Botschaft, welcher Auftritt auffällt und hängenbleibt. Wer keine Aufmerksamkeit generiert, wird nicht wahrgenommen und wo Wahrnehmung und Bewusstsein fehlen, kann keine Nachfrage erwachsen. Deshalb ist Aufmerksamkeit die neue Währung.

Der Zusammenhang bzw. der Prozess von Aufmerksamkeit über Wahrnehmung hin zum (Unter-)Bewusstsein ist ein nicht unbedeutender psychologischer Vorgang und damit nicht unbedeutend für die Präsenz eines Unternehmens. Alle menschlichen Entscheidungen entstehen im Unterbewusstsein. Ziel muss es sein, dorthin zu gelangen. (Für eine genaue Differenzierung der Termini ist in einem der folgenden Whitepaper zu A wie Aufmerksamkeit mehr Platz.)

 

„Digitalisierung ist nicht nur Gift, sie kann auch Gegengift sein“

 

Der ‚digitale Dschungel‘ scheint aufgrund seiner Schnelllebigkeit und Gleichzeitigkeit undruchdringbar zu sein. Hinzukommt, dass die Qualität von Nachrichten durch die ‚Technologie Algorithmus‘ erheblich manipuliert werden kann: Früher haben Journalisten und die etablierten Zeitungen das Tagesgeschehen subjektiv eingeordnet, um den Lesern so eine Hilfestellung zur selbstständigen Meinungsbildung zu sein. Online „filtert“ heute der Algorithmus, doch wie er arbeitet, ist unbekannt. Klar ist, er spielt den Rezipienten alle die Nachrichten zu, von denen er glaubt, dass es in gewisser Form für sie interessant ist. Doch genauso können insbesondere die Möglichkeiten digitaler Teilhabe die ausgewählte Zielgruppe völlig neu erreichen. Beispielsweise ermöglichen Soziale Medien Unternehmen durch Interaktion eine ‚andere‘ Nähe zu den Kunden sowie diverse Methoden des Einbeziehens. Es ist viel leichter, (konstruktive) Kritik zu üben, Anregungen auszusprechen oder gar Teil der Produktentwicklung zu sein. Strategien wie diese generieren Aufmerksamkeit und damit Wahrnehmung. Dabei darf nicht vergessen werden, dass ein bedeutender Teil der ‚Community‘ ausschließlich Teil der analogen Welt ist. Zurzeit fügt sich die Gesellschaft aus grob drei Generationen zusammen. Sie sind jeweils mit generationstypischen Herausforderungen konfrontiert und deren potenzielle Kontaktpunkte (Touchpoints) befinden sich an unterschiedlichen Stellen: (1) ‚Generation Z‘ und jünger zählen zu den sogenannten ‚Digital Natives‘, sie sind mit digitalen Medien aufgewachsen und sozialisiert worden. (2) Daneben eine Gruppe, die sich rein analog und über Zeitung, Rundfunk und Fernsehen informiert. (3) Dazwischen wiederum bewegt sich eine Generation, die gleichzeitig in analoger und digitaler Welt zuhause ist. Ihr ist die Verantwortung vorbehalten, beide Welten und damit diverse Lebensrealitäten zusammenzuführen. Der Wirtschaftssektor ist hiervon genauso betroffen, wie das politische System und das Privatleben.

 

Die Bedeutung von Kommunikation und Resilienz

 

Zwei Aspekte sind im Umgang mit den Veränderungen im Zuge des digitalen Wandels besonders wichtig: Erstens, digitale Resilienz. Der Mensch muss lernen, wie er reflektiert und nutzenorientiert mit digitalen Medien umgehen kann. Zweitens: Kommunikation. Als Kommunikationsmedium haben soziale Plattformen ihre ganz eigenen Kommunikationsregeln und diese gilt es zu kennen und zu verinnerlichen. Auch hier spielt der Faktor Aufmerksamkeit eine Rolle: Die Themen, mit denen Rezipienten sich verstärkt auseinandersetzen, sprich, die sie besonders aufmerksam verfolgen, werden intensiver verinnerlicht. So kann die intensive und dauerhafte Konfrontation mit Negativ-Nachrichten oder destruktiven Shitstorm-Kommentaren

den Leser/ Betroffenen depressiv stimmen. Es entsteht folgende Zwickmühlen-Situation: Einerseits sollte sich der mündige Bürger möglichst differenziert über das Tagesgeschehen informieren, auf der anderen Seite hat die Aufmerksamkeit erheblichen Einfluss auf den Gemütszustand. Auch dort braucht es eine Erklärung, eine Zusammenführung der Welten.

Dieses Thema weckt Impulse in Ihnen, die Sie mit mir teilen möchten? Ich freue mich auf den Austausch hierzu und lade Sie zu einem neuen Format ein: Wir trinken gemeinsam eine Tasse Tee – digital oder reell, allein oder mit ihren Kolleginnen und Kollegen – und unterhalten uns darüber. Sind Sie dabei? Dann vereinbaren wir hier unseren Termin.

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