Woher kommt das Wort Krise?

Es ist unabdingbar sich mit der Wortherkunft zu beschäftigen, um zu verstehen was das Wort an sich meint. Die Wortherkunft ist zurückzuführen auf das griechische Wort krisis. Das deutsche Wort Krise entstammt dem lateinischen crisis und definiert sich als schwierige Situation, oftmals charakterisiert durch den Höhe-und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung. Das Synonym ist die Tragik, die im saloppen Sprachgebrauch oftmals die Krise beschreibt. 

Welche Bedeutung hat eine Krise für Unternehmen?

In Unternehmen bedeuten Krisen in der Regel das Auftreten von ungeplanten Ereignissen, die über einen gewissen Zeitraum präsent sind und das Unternehmen langfristig beeinflussen. Das Krisenmanagement ist hier jedoch ein wichtiger Punkt. Denn Krisen sind je nach Situation beeinflussbar, manchmal weniger, oftmals mehr. Es muss das Bewusstsein in Unternehmen vorherrschen, dass Krisen und deren Management im negativen Sinne zerstörerisch sein können und das gesamte Unternehmen gefährden können. Aus diesem Grund ist es von strategischer Bedeutung, dass Krisenmanagement  und auch die Krisenmanagement-Beratung bereits zu Nicht-Krisenzeiten in Unternehmen gelebt wird.

Illustration zur Frage_Was ist Krisen PR

Krisenkommunikation oder Krisen PR durch eine strategische Kommunikationsberatung? 

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden beide Begriffe im Rahmen der Kommunikationsstrategie häufig gleich genutzt. Krisenkommunikation beinhaltet die Kommunikation zu allen Zielgruppen. Krisen PR (von dem englischen Begriff Public Relations abgeleitet) bedient ausschließlich die externe Kommunikation, meist zu Journalisten und Medienvertretern. Das bedeutet, dass Unternehmer vor Kameras und Mikrofone stehen um sich zu äußern. Dies ist von zwei Seiten zu betrachten. Einerseits erhalten Unternehmen auf diese Weise die Möglichkeit sich zu äußern und das Pressebild zu gestalten. Andererseits birgt diese Situation Risiken, gerade wenn es sich um Unternehmensvertreter handelt, die wenig Erfahrung um Umgang mit Journalisten haben und sich zu unbedachten Äußerungen hinreißen lassen und auf diese Weise durch ungeschickte Reaktion den dem Unternehmen entstehenden Schaden vergrößern. Bereits vor einer Krise sollte jeder Pressevertreter eines Unternehmens regelmäßig an einem Presse Training teilnehmen. In einem Risikofall muss auf externe Partner der strategischen Kommunikationsberatung zurückgegriffen werden.

 

Wer muss beim Eintreten einer Krise informiert sein/werden?

 

Denken Sie z.B. an die Mitarbeiter. Die Belegschaft ist frühzeitig, vor der Öffentlichkeit, zu informieren. Unternehmen, die Mitarbeiter frühzeitig informieren, werden auf Verständnis und WIR-Gefühl und eine hohe Motivation schaffen. In Krisenzeiten ein entscheidender Faktor, wenn es z.B. um den Weg aus der Krise geht. Gemeinsam Krisen durchstehen lautet die Devise. Nicht zu vergessen sind auch die Kommunikationswege. Diese müssen verbindlich festgelegt werden und auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sein.

 

Welche Fehler können in der Krisenkommunikation, auch in der beratung, gemacht werden?

  • Gar nicht reagieren oder zu spät
  • Nicht vorbereitet sein
  • Nicht mit einer Stimme sprechen
  • Rechthaberisches Denken
  • Falsche Information publizieren
  • Gestückelte Information kommunizieren
  • Keine Verantwortung übernehmen
  • Mit Anwälten drohen
  • Die Situation nicht als Krise wahrnehmen*

 

Fazit: Unternehmen können positiv aus einer Krise hervorgehen. Es ist zu beachten, dass jede Krise unterschiedlich ist. Außerdem gilt nach der Krise ist vor der Krise.

 

*Quelle (Forum Krisenkommunikation, Krisenprävention – Krisenmanagement –Krisennachbereitung, 10. Und 11. Juni 2010, Berlin, Die 7 Todsünden der Krisenkommunikation)