Weshalb ist digitales Krisenmanagement notwendig?

Die Nutzung sozialer Medien hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Es ist einfach und schnell, zeit-und ortsunabhängig über soziale Medien Inhalte und Meinungen ungefiltert zu verbreiten. Gerade Unternehmen merken, dass ihre digitale interne und externe Unternehmenskommunikation stetig neuen Herausforderungen gegenübersteht.

 

Wie werden digitale Risiken für Unternehmen ermittelt?

Zum Zeitpunkt X kann ein digitales Audit empfehlenswert sein. Dies liefert einen Überblick zu einem bestimmten Zeitpunkt. Tagtäglich sollten jedoch digitale Risiken für Unternehmen mithilfe verschiedener Instrumente beobachtet werden. Digitale Tools und automatische Alerts helfen einen Überblick zu behalten, ohne täglich mehrere Stunden auf der Suche im Social Web zu sein.

Welche Tools zum Media Monitoring sind empfehlenswert?

Definieren Sie was genau Sie betrachten möchten. Geht es um die Analyse von User Meinungen im Kontext sozialer Medien z. b. Produktrezensionen, oder eher um Social Media Management Systeme die die Interaktionen abbilden? Abhängig davon können mehrere Tools zum Einsatz kommen zum Beispiel: 

  • Google Alerts eignen sich zum Verfolgen interessanter Inhalte im Web
  • HootSuite ist als Social Media Dashboard ermöglicht es in einem Arbeitsschritt gleiche Inhalte auf verschiedenen Kanälen zu posten und zu monitoren
  • BrandWatch überwacht Ihre Marke, hilft Trends abzuleiten und macht Stimmungen im Social Web sichtbar

 

Wie ist die Vorgehensweise zur Ermittlung einer digitalen Krisenmanagement-Strategie? 

Krisen werden nicht von Chefs gemeistert, sondern von der gesamten Mitarbeiterschaft. Egal ob Pressesprecher, Social Media-Manager oder Kundenservice. Befähigen Sie Ihre Mitarbeiter zu erfolgreichem Krisenmanagement, indem Sie dafür sorgen, dass Fachwissen vermittelt wird, praktische Erfahrungen gemacht werden und dass den Verantwortlichen eine Beratung Unternehmenskommunikation zur Seite steht. Betrachten Sie auch digitale Medien Workshops als Möglichkeit Ihrer Mitarbeiter zu schulen. Klären Sie welche Tools zum Monitoring benutzt werden, wie Informationen geteilt werden und wer verantwortlich ist.

 

Wie reagieren im Falle einer digitalen Krise im Social Web?

Die Krise ist da, gerade in digitalen Kanälen verbreiten sich Inhalte mit rasender Geschwindigkeit. Es ist wichtig, dass Sie auch negative Krisen thematisieren. Stellen Sie sich zum Austausch bereit, thematisieren Sie das Negative und bleiben Sie ehrlich und transparent, selbstverständlich unter Berücksichtigung Ihrer Krisenmanagement-Strategie.

 

Was ist der Schlüsselfaktor zur Umwandlung einer digitalen Krise zu einem Erfolg?

Die Reaktionsgeschwindigkeit ist der entscheidende Faktor. „28 % der Krisen verbreiten sich innerhalb von 1 Stunde digital grenzüberschreitend. Unternehmen benötigen im Durchschnitt 21 Stunden um sinnvoll extern zu kommunizieren. In den dazwischenliegenden 20 Stunden verbreitet sich der Inhalt der Krise ungesteuert aus. 69 % der Krisen breiten sich innerhalb von 24 Stunden international aus und erreichen durchschnittlich 11 Länder. Bedenken Sie dies, gerade wenn Sie ein global agierendes Unternehmen vertreten.[1] 

 

[1] Krisenmanagement in Social Media, Michael Manger, Uwe Wache, Freshfield, Brockhaus Deringe 

 

Krisenmanagement in digitalen Zeiten

Welches Krisenmanagement-Verhalten ist empfehlenswert?

 

1. Beobachten Sie Online-Gespräche (über Ihr Unternehmen, Ihre Marke und die Branche)

2. Antworten Sie zeitnah

3. Pflegen Sie eine konstruktive, freundliche Kommunikation

4. Formulieren Sie Ihre Nachrichten deutlich

5. Bleiben Sie stets interessiert

 

Wie sieht die passende Strategie der digitalen Krisenmanagement-Nachbereitung aus?

 

Jede Krise hinterlässt digitale Spuren. Suchmaschinen werten nicht. Jede Nachricht und Krise wird egal ob positiv oder negativ nach Suchmaschinenstandards im Web platziert. Davon ist die digitale Reputation eines Unternehmens betroffen. Deshalb ist es essentiell, dass die Krisennachbereitung in puncto weiterer online Kommunikation funktioniert. Konkret bedeutet dies, dass auch nach Abklingen der Aktualität Ihr Engagement nicht nachlassen sollte. Sie waren im Gespräch mit Interessierten, kennen jetzt evtl. Kanäle auf denen Ihre Kunden oder Geschäftspartner aktiv sind, von denen sie eventuell vorher nichts wussten. Diese Zielgruppe sollte im Idealfall an das Unternehmen und Ihre Marke gebunden werden. Durch Ihr Interesse, Engagement und Ihre Offenheit.

Quelle: https://prevency.com/digitales-krisenmanagement/?gclid=CjwKCAjwltH3BRB6EiwAhj0IUJ8Wm4VUeUcIGgV_UfR8rlzI_JOQdGf-kDfmcitcWPPe8re4Wr4zvhoCpbAQAvD_BwE